Sharing ist sexy!

Gerade habe isch gelesen, dass auch auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin Leute diskutieren über Sharing Economy. Das bedeutet, dass sich Leute Sachen oder Räume ausleihen voneinander. Ein Beispiel: Leute an schönen Plätsen auf der gansen Welt teilen ihr Haus oder Wohnung mit Leuten, die su Besuch sind. Aber die Besucher sind nischt Freunde oder Familie, sondern erstmal sie sind Fremde und außerdem müssen sie besahlen für ihre Unterkunft. Deshalb heißt es wohl “Economy”.
Lange isch habe darüber nachgedacht, wie isch finde…

Hotel vs Zuhause
Einserseits isch liebe tolle Hotels! Isch finde wunderbar, wenn isch komme an bei einem besonders hübschen Haus, in mein Simmer oder Suite und Leute kümmern sich ganse Seit um misch. Für misch ist es wie eine Massage! Isch muss nischts machen, alles machen andere Leute und sie sind alle nett, jedenfalls wenn es läuft wie es soll… Isch kann bestellen, was ich will auf mein Simmer und muss nischt aufpassen, ob isch mache einen Fleck, wenn isch esse Erbeeren mit Champagner im Bett. Hinterher isch besahle die Reschnung (ok, meistens macht mein amour Zacharias), sage danke su Simmerdame und gebe ihr Trinkgeld. Brauche isch mir keine Gedanken machen sonst.
Andererseits, gehe isch jemanden besuchen privat, ist gans anders. Isch versuche keine Flecken su machen auf Teppich und anderswo, isch unterhalte misch mit mein Gastgeber und tausche misch aus – vielleischt isch mache ihm ein Kompliment für seine Wohnung, auch wenn isch nischt sooo begeistert bin davon. Kann sein, dass wir susammen kochen sogar und isch öffne Champagner-Flasche selbst! Außerdem bestelle isch normalerweise nischt 5-Gänge-Menü, wenn isch misch verabrede bei jemandem suhause. Sogar manschmal, wenn ein guter Freund ein Problem hat, isch höre den gansen Abend an und päppele isch ihn ein bißschen. Kursum: Wir machen eine nette Seit und jeder kümmert sisch um den anderen.
Nun, Sachen mit Sharing Economy sind irgendwo daswischen: Wenn isch ein Simmer miete privat von Leuten, isch muss dafür sahlen und gleischseitig isch darf keine Flecken machen.
Oft ist es etwas günstiger privat su wohnen, als in einem Hotel und sehr oft ist es mehr individuell. Immerhin kann man schon vorher gucken auf Internet-Plattformen (s.B. Wimdu, Airbnb, 9flats), wie die Wohnung aussieht, so man gerät nischt in einen Eische-Rustikal-Albtraum.
Wenn man etwas Schönes gefunden hat, es wird spannend bei der Ankunft: ob der Gastgeber nett ist? Im Idealfall er ist sehr nett. Dann er kümmert sisch wie Simmerdame um Simmer, aber ist gleischseitig ein bißschen wie ein Freund, mit dem man spreschen kann und fragen kann nach guten Tipps. Wenn es läuft super-super, er holt die Champagnerglasche aus seinem Kühlschrank und macht sie auch auf. Bio-Erdbeeren dasu gibt es allerdings nur, wenn sie Saison haben. Morgens er macht ein schönes, gemütlisches Frühstück und vielleischt wir kommen ins Plaudern und er trinkt einen Kaffee mit. Aber wenn isch ein Hangover habe am Morgen, er gibt mir ein Aspirin und lässt misch in Ruhe. Oder er gibt mir eine Entspannungmassage!
Isch glaube, es ist eine gute Kombination aus Hotel und Freund, wenn es läuft optimal. Und dann ist auch niemand böse, wenn isch doch einen Fleck mache…

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